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Saibling

"Der" Saibling, Familie Salmonidae, gehört leider zu einer etwas heterogenen Gattung, deren genaue Beschreibung sich schwierig gestaltet.

 

Der Wandersaibling (Salvelinus alpinus (Linné)) ist in seiner Subspezies Seesaibling (Salvelinus alpinus salvelinus(Linné)) eine recht häufige Fischart, die in Deutschland besonders in den großen Seen des bayerischen (Vor)alpenlandes wie z.B. Starnberger See, Walchensee oder Hintersee wie auch in den österreichischen Seen ( z.B. Wolfgangsee) als beliebter Angel- und Nutzfisch beheimatet ist. Aber auch in Nordamerika, Schottland, England, Irland, Finnland, Schweden, Norwegen, Island, Nordasien, im Baiklasee, insgesamt fast überall in der nördlichen Hemisphäre existiert eine fast unüberschaubare Vielzahl an Saiblingsformen, die aber nach THIENEMANN (1950) eng der Art Salvelinus alpinus zugeordnet werden können.

Der Saibling (der Vereinfachung wegen wird im Folgenden einfach vom "Saibling" gesprochen) ist am ehesten an seiner charakteristischen weißen Flossensäumung der Brust-, Bauch und Afterflosse(n) zu erkennen. Ansonsten variiert die Färbung von blaugrau, grün, über blaßblau, silbriggrau; In der Laichzeit ist der Bauch leuchtend rot, die Kehle orange bis gelb gefärbt. Auf den Flanken ist der Saibling mit kleinen, runden, orangegelb bis roten Flecken gezeichnet.

Die Laichzeit des Saiblings liegt im Herbst; Jungfische leben die ersten 3-5 Jahre in den Süßgewässern ihres Laichgebietes. Danach wandern sie in maritime Lebensräume ab. Aber auch stationäre Formen existieren in geeigneten Gewässern. Die Geschlechtsreife tritt im Alter von etwa 7 Jahren ein. Der Saibling ernährt sich carnivor, im Jugendstadium von Larvenstadien diverser Arthropoden, später von Fischen.

Leider existieren beim Saibling der Art S. alpinus enorme Unterschiede zwischen einzelnen Varietäten. So wird der z.B. im Starnberger See beheimatete Saibling (sog. Wildfangsaibling) bis zu 10 kg schwer, die ausschließlich im Königssee bei Berchtesgaden beheimatete Kümmerform des Seesaiblings, der sog. Schwarzreuter, wird nur etwa 100g schwer (geräuchert eine Spezialität!). Darüberhinaus existiert in Bayern, hier besonders flächendeckend im Frankenwald und Fichtelgebirge, der in Europa 1884 aus Nordamerika eingebürgerte Bachsaibling (Salvelinus fontinalis (Mitchill)). Dieser stellt geringere Ansprüche an die Wasserqualität, weswegen er als Zuchtsaiblingsart bevorzugt wird. Der Bachsaibling bastardisiert mit der Bachforelle spontan zum sog. Tigerfisch (Salvelinus fontinalsi x Salmo trutta forma fario), der allerdings steril ist. In vitro ist eine Bastardisierung des Seesaiblings mit der Bachforelle zum sog. Elsässer Saibling (Salvelinus alpinus salvelinus x Salmo trutta forma vario) möglich. Das Fleisch der Saiblinge ist dem der Bachforelle ähnlich