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Karpfen:

Cyprinus carpio

Cyprinidae, Karpfenfische:

Merkmale: Körper der Stammform (Wildkarpfen) gestreckt, seitlich etwas zusammengedrückt und vollständig beschuppt. Die Zuchtformen sind hochrückiger und gedrungener. Je nach Beschuppung unterscheidet man 4 Zuchtformen:

1.

Der hochrückige Schuppenkarpfen, der ein vollständiges Schuppenkleid besitzt, wird oft irrtümlich als Wildkarpfen bezeichnet.

2.

Zeilkarpfen, besitzen eine oder mehrere Zeilen von etwa gleichgroßen Schuppen meist entlang der Seitenlinie oder am Rücken.

3.

Beim Spiegelkarpfen sind die sog. Spiegelschuppen unregelmäßig über den ganzen Körper verteilt.

4.

Der Nackt- bzw. Lederkarpfen ist unbeschuppt oder weist nur einzelne Schuppen auf. Karpfen haben ein endtändiges , rüsselartiges vorstülpbares Maul sowie 4 Barteln am Oberkiefer. Fäbung braungrün bis bäunlich-silbern. Flossen graugrün, bläulich bis rötlich. Länge 40-50 cma, max. 120 cm.

Lebensraum:

Langsam fließende sowie stehende, meist vegetationsreiche und weichgründige Gewässer (Altwasser, Überschwemmungsgebiete, ruhige Strom- und Flußbuchten, Weiher, Teiche, Seen).

Biologie:

Der scheue Fisch lebt tagsüber meist zurückgezogen im Schutz von Wasserpflanzen. Nachts durchwühlt er den Boden bis in eine Tiefe von 10 cm nach wirbellosen Kleintieren und Pflanzenteilen. Er wagt sich auch in das Oberflächenwasser der Uferzone, wo er mit schmatzenden Geräuschen alles Freßbare (Algen, Plankton, Anfluginsekten, selbst Fischbrut) aufnimmt. Gegenüber Wasserverschmutzung und Sauerstoffarmut ist der Karpfen recht unempfindlich, weswegen man ihn auch in Abwasserfischteichen einsetzt. In der Laichzeit (Mai bis Juli) erfolgt bei Wassertemperaturen von 18-20 Grad C die Ablage von Eier (200.000 bis 300.000/kg Körpergewicht) im Flachwasser an Pflanzen. Die nach 3-5 Tagen schlüpfenden Larven hängen zunächst mittels Klebdrüsen 1-3 Tage an Pflanzen. Nach dieser Ruhephase schrauben sie sich zur Oberfläche, um die Schwimmblase mit Luft zu füllen. Die schwimmfähige Brut nimmt alsbald Rädertiere, einzellige Algen und Kleinkrebse auf, um später auf größere wirbellose Bodentiere zurückzugreifen. Die Wildform des Karpfens ist heute stark gefährdet, weswegen man u. a. im Oberrheingebiet Ansiedlungsversuche und die Ausweisung von Schutzgebieten vornimmt. Verbreitung: Ursprünglich im warm-gemäßigten Asien, heute weltweit in Fischzuchten und verwildert.

 

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